Was dein Finanzamt als verdeckte Einlage bezeichnet
Lies auch die anderen beiden Teile unserer Serie „Verdeckte Einlagen“
Teil 2: Privat- vs. Betriebsvermögen: So minimierst du deine Steuerlast bei Einlagen
Teil 3: Nutze dein steuerliches Einlagekonto für Kapitalstärkung und Steuerersparnisse
Was bezeichnet dein Finanzamt überhaupt als „verdeckte Einlage“? Wenn du im Gesetz nach dem Begriff der verdeckten Einlage suchst, wirst du nicht so leicht fündig werden, denn der Begriff ist nicht legal definiert. Eine verdeckte Einlage entsteht, wenn du ein Wirtschaftsgut aus deinem Privatvermögen oder aus dem Betriebsvermögen eines deiner anderen Unternehmen in das Betriebsvermögen einer Kapitalgesellschaft überträgst. Bedingung ist aber, dass diese Übertragung aus gesellschaftsrechtlichen Gründen erfolgt, für die du als Gesellschafter keine Gegenleistung erhältst. Erhältst du eine Gegenleistung für deine Einlage, liegt keine verdeckte Einlage vor.
Beispiel:
Du bist der Gesellschafter deiner GmbH. Nach der Gründung verfügte deine GmbH noch nicht über einen Firmenwagen. Aus diesem Grund überträgst du deinen privaten Pkw in das Betriebsvermögen, ohne dass du dafür eine Gegenleistung erhältst. Die Einlage des Pkw ist von dir gesellschaftsrechtlich begründet, da du diese als Gesellschafter in deine Gesellschaft tätigst.

